Ausbildung

Eine Ausbildung in der Pflege – kommt das vielleicht auch für mich infrage? Diese Frage zu stellen lohnt sich, denn der Beruf bietet nicht nur ein hohes Maß an Jobsicherheit, sondern auch hervorragende Weiterentwicklungs- und Aufstiegschancen in ganz verschiedene Richtungen. Ob eine Weiterbildung zum Wundmanager, zur gerontopsychiatrischen Fachkraft oder zum Qualitätsbeauftragten – der Pflegeberuf bietet viele Möglichkeiten der Spezialisierung. Aufstiegsmöglichkeiten wie die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung oder Heimleitung stehen ebenso offen. Außerdem ist seit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung der Weg in andere Bereiche wie Kranken- und Gesundheitspflege oder Kinderpflege auch später noch offen.

Oder soll es vielleicht ein Studium sein? An vielen Fachhochschulen und Universitäten gibt es inzwischen ausgezeichnete Studienangebote für Pflegewissenschaften. Für Fragen und Beratung stehen wir jederzeit gern zur Verfügung: info@domus-cura.de

Aus der Praxis: In diesem Interview erzählt unser Azubi aus der Domus-Cura-Einrichtung Glück im Winkel Michelbach, was ihm an der Ausbildung zur Pflegefachkraft so gut gefällt.

„Die Dankbarkeit, die man zurückbekommt, motiviert mich.“

Wie kamst du nach der Schule auf die Idee, eine Ausbildung als Pflegefachkraft zu machen?

Marco: Schon in der Realschule wollte ich etwas mit Menschen machen, aber nach meinem Abschluss habe ich erst mal im Betrieb meines Vaters mitgearbeitet. Das hat mir bald nicht mehr so gefallen. Damals hat eine Bekannte von mir gesagt: „Schau dir doch mal die Altenpflege an“. Daraufhin habe ich einen Probetag im Glück im Winkel gemacht.

… und du bist geblieben. Was hat dir am Glück im Winkel besonders gefallen?
Marco: Mir hat der Umgang mit den Menschen hier gefallen. Der ist wirklich großartig. Und mir hat gefallen, täglich mit Menschen zu tun zu haben. Man ist immer für sie da. Dadurch lernt man sie sehr gut kennen. Mit der Zeit weiß man alles über sie, kennt ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Stärken und Schwächen. Man ist ihr Lebensbegleiter. Das ist eine schöne Aufgabe. Und auch der Zusammenhalt im Team stimmt.

In der Pflege gibt es immer noch weit mehr Frauen als Männer. Was denkst du darüber?
Marco: Ja, das Klischee stimmt. Es arbeiten deutlich mehr Frauen in Pflegeberufen als Männer. In unserer Einrichtung sind wir zurzeit drei Männer, in meiner Berufsschulklasse ein paar mehr. Aber ich finde nicht, dass es ein klassischer Frauenberuf ist; auch für Männer ist es ein interessanter Job. Es könnten ruhig mehr Männer sein.

Was schätzt du an den Senioren?
Marco: Ich schätze ihre Offenheit und ihre Dankbarkeit. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, haben mir die Bewohner das immer offen gesagt, hatten aber auch immer viel Verständnis für mich. Z. B. wenn es besonders stressig war oder weil ich noch relativ neu in der Pflege bin.

Was war dein schönstes Erlebnis bisher?
Marco: Am schönsten ist es, wenn sich die Menschen freuen. Ich war vor Kurzem sieben Wochen im Außenpraktikum. Als ich zurückkam, haben mir viele Senioren gesagt: „Schön, dass du wieder da bist“. Es ist schön, das zur hören.

Gibt es auch stressige Situationen im Alltag? Wie gehst du mit Stress um?
Marco: Das kommt sehr darauf an. Wenn es viele Bewohnern gleichzeitig nicht so gut geht, dann kann es schon mal stressig sein. Oder wenn neue Bewohner aufgenommen werden. Aber ansonsten geht es. Es ist gut wenn man weiß, wie man Stress abbauen kann. Bei mir funktioniert das vor allem durch Sport. Ich spiele z. B. Fußball.

Du hast deine Ausbildung ja fast zeitgleich mit dem Beginn der Corona-Pandemie begonnen. Ein besonderes Jahr, gerade in der Pflege. Wie hast du das miterlebt?
Marco: Leicht war es nicht. Die Pandemie bedeutete schon viel zusätzliche Arbeit für uns. Aber auch der Zusammenhalt im Team ist dadurch größer geworden. Überhaupt sind wir hier ein gutes Team.

Gibt es etwas, was du dir für deine Ausbildung wünschen würdest, um sie noch besser zu gestalten?
Marco: Noch klarere Strukturen. Ich mache die neue generalistische Ausbildung für Pflegeberufe, da ist vieles noch ein wenig in der Schwebe. Ich hoffe, das gibt sich bald.

Du würdest jemandem den Pflegeberuf empfehlen, weil …
Marco: … weil die Menschen echt dankbar sind. Man kann etwas Gutes für sie tun, für sie da sein. Die Dankbarkeit, die man von ihnen zurückbekommt, motiviert mich.

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